!!!!!!!!! Jetzt noch die entsprechenden Ort-Zeit-Bilder von STELLARIUM !!!!!!!!!
Es folgt eine Erzählung der Reise der Weisen, die gleichzeitig astronomisch und geografisch korrekt entsprechend der tatsächlichen Himmelsereignisse von 7 bis 5 v. Chr. verläuft. In dieser begehbaren Zeitreise verfolgen wir chronologisch entsprechend der Himmelsereignisse, was die Weisen tatsächlich am Himmel sahen. In ähnlicher Weise könnten gebildete Astronomen aus Babylon den Stern von Bethlehem damals erlebt haben.
Im März und April 7 v. Chr. beobachten die babylonischen Gelehrten etwas Auffälliges:
Die Weisen notieren:
„Ein Zeichen kündigt sich an. Jupiter zieht in das Land der Fische.“
Noch ahnt niemand, dass dies der Beginn eines außergewöhnlichen Jahres ist. Doch dann passiert das Ungewöhnliche:
Am frühen Abend stehen Jupiter und Saturn so nahe beieinander, dass sie wie ein helles Doppellicht wirken.
Für die Weisen war das hochbedeutend:
Die Weisen notieren in ihre Tafeln:
„Ein König im Land Juda wird kommen.“
Doch eine Konjunktion allein bedeutet noch keinen Aufbruch. Doch der Himmel lässt nicht locker.
Jupiter wandert weiter – doch dann geschieht etwas, das für antike Astronomen ein Schlüsselzeichen war:
Das heißt: Für einige Wochen bewegt er sich scheinbar rückwärts durch den Himmel. Für die Weisen bedeutete das:
„Der Königsstern besinnt sich und kehrt zurück – ein doppeltes Zeichen.“
Und tatsächlich:
Jupiter überholt Saturn erneut – zum zweiten Mal im selben Jahr. Diese Doppelung ist extrem selten. Die Weisen beginnen zu flüstern:
„Das ist kein Zufall. Ein großer König muss geboren werden.“
Aber der Himmel zeigt noch mehr.
Die beiden Planeten treffen sich ein drittes Mal. Ein solches Dreifachereignis kommt nur ungefähr alle 800 Jahre vor.
Für die Weisen ist nun klar:
„Der Himmel ruft uns. Ein außergewöhnlicher König ist im Land der Juden geboren – oder wird in Kürze geboren.“
Sie können noch nicht aufbrechen – der Winter und politische Lage verzögern die Abreise. Aber innerlich steht die Entscheidung fest.
Bevor die Weisen aufbrechen, sehen sie im Februar 6 v. Chr. ein weiteres Zeichen:
Drei Planeten in der Region Judäa? Das ist fast schon eine „himmlische Einladung“.
Ihre astrologische Deutung:
„Die Stunde ist gekommen. Wir müssen gehen.“
Die Weisen starten ihre mehrmonatige Wüstenreise Richtung Westen:
Während der Reise schauen sie jede Nacht auf den Himmel – und Jupiter wandert weiter Richtung Westen, wie eine „himmlische Orientierung“.
An diesem Tag passiert etwas, das babylonische Astrologen als Königsomen erster Ordnung gedeutet hätten:
Wenn die Weisen dieses Omen noch vor der Abreise berechneten, hätten sie gesagt:
„Der König ist geboren.“
Dieses Datum ist einer der stärksten Kandidaten für die tatsächliche Geburt Jesu – zumindest astrologisch.
Nach Monaten der Reise gelangen die Weisen in die Hauptstadt Judäas. Sie fragen:
„Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern im Osten gesehen…“
Herodes erschrickt. Die Schriftgelehrten nennen Bethlehem als Geburtsort.
Doch die Weisen brauchen ein weiteres Zeichen, um genau dorthin zu gehen.
Jupiter tritt in seine stationäre Phase – die Weisen sehen:
Sie deuten:
„Der Königsstern steht still – über dem Ort.“
Damit folgen sie dem Stern nicht wie einer Leuchte, sondern wie einer astrologischen Wegweisung:
In diesem Jahr melden die Chinesen eine helle Nova oder einen Kometen, der über 70 Tage sichtbar bleibt.
Diese Erscheinung ist nicht zwingend identisch mit dem „Stern“, den die Weisen sahen, aber sie passt in die Zeit ihrer Ankunft:
Für spätere Erzähler mag dies das Bild eines „Sterns über Bethlehem“ verstärkt haben.
Die Weisen finden das Kind – nicht im Stall, sondern in einem Haus, wie Matthäus berichtet. Sie bringen:
Und sie wissen nun:
„Der Himmel hat uns richtig geführt.“
Diese Erzählung zeigt:
Für gebildete Astronomen ihrer Zeit war das ein eindeutiger königlicher Code des Himmels.